Forum

Einfach gesagt ist das Forum eine offene Plattform für Selbstoffenbarung im Kontext einer Gemeinschaft. Je nach Intention kann es einen thematischen Bezug haben oder aber für individuelle Themen Raum bieten. Im Gegensatz zu einer therapeutischen Gruppe, ist die Rolle der Begleitung eine moderierende und die Prozesse gehen in der Regel nicht in die Tiefe biografischen Ursprungs. Trotzdem schwingen diese mit und können je nach fachlichem Hintergrund der Moderation einfliessen. Die Eigenverantwortung und Reflexionsbereitschaft der Teilnehmenden bilden die Basis, die erlaubt, dass sich das gegenseitige Vertrauen potentieren kann und das Bewusstsein für die kollektive Mitverantwortung wachsen kann.

Und da wird es spannend, weil die üblichen Mechanismen der Verantwortungsvermeidung oder Machtansprüche zu Tage treten ohne dass eine Authorität dafür verantwortlich ist. Alle tragen Sorge für das grössere Ganze und bringen ihre Kompetenzen ein, damit das Forum gelingt. Als Moderatoren unterstützen und bündeln wir diesen Prozess.

Forum ist eine Möglichkeit, innerhalb kurzer Zeit den Puls der Beteiligten zu fühlen und das Wir gedeihen zu lassen. Für uns zeigt sich bei dieser Gelegenheit einmal mehr, welche verbindenden Kräfte im Feld der Kreiskultur wirken und wie einfach es im Grunde sein kann, sich selber und auch anderen näher zu kommen. Eine Nähe, die sichtbar macht, wie Mensch sein geht und wie Verbundenheit wächst, wenn wir uns zeigen dürfen. Zeigen in all unseren Facetten zwischen Trauer, Wut, Angst, Freude und Scham.

Foto: medium.com (Tamera 2017)

Absicht

Forum ist ein Format, wo sich Menschen als Gemeinschaft treffen, um Raum für einander zu halten und das, was sie aktuell bewegt «vorzuführen». Zwei Facilitatoren unterstützen die Teilnehmenden, ihre Identifizierung mit ihrem emotionalen Zustand zu lösen und das aufzudecken, was sich hinter dem Auslöser der Geschichte verbirgt. Dies erfordert die Freiwilligkeit anzuerkennen, dass mensch in seiner Wahrnehmung limitiert ist und die eigenen blinden Flecken nicht sehen kann. Das Feedback vertrauter Augen aus dem Kreis ist somit entscheidend für die Heilung und das persönliche Wachstum.

«In vielen Gesellschaftsbereichen macht sich heute eine Rückbesinnung auf eine andere Form des Miteinanders bemerkbar. Jenseits von religiösen Dogmen oder moralischen Zwängen ist diese ‹sanfte Revolution› Ausdruck eines globalen Bewusstseinswandels, dessen Tragweite wir heute allenfalls erahnen können. Kernpunkt dieser Bewegung ist eine Abwendung von Konkurrenz- und Individuationsdenken hin zu Kooperation, gegenseitiger Unterstützung und aufrichtigem Engagement für das Gemeinwohl als Grundlage einer nachhaltigen, erfüllenden und gerechten Lebensweise. In diesem Prozess der Umstrukturierung bietet uns der Kreis als Urform menschlicher Sozialstruktur Halt und Orientierung. Indem wir unsere sozialen, wirtschaftlichen, finanziellen und rechtlichen Strukturen nach dem Kreisprinzip gestalten, entstehen lebenserhaltende Modelle, die unserem Bedürfnis nach einem neuen Miteinander Rechnung tragen und dadurch eine neue Form von Wohlstand ermöglichen, einem Wohlstand der über materielle Besitzanhäufung weit hinaus geht.» -Vivian Dittmar

Format

Die Teilnehmenden sowie beide Facilitatoren sitzen im Kreis, die Mitte fungiert als Bühne. Wer einen Impuls hat – eine Frage, ein Gefühl, eine Mitteilung – geht in die Mitte und stellt seine Geschichte dar. Die Form der Darstellung ist vollkommen frei. Die Facilitatoren unterstützen die Darstellenden dabei, wenn nötig, in ihrer Geschichte einen Schritt weiter zu kommen. Nach dem Auftritt wird vom Kreise durch Klatschen Wertschätzung ausgedrückt und danach folgt die Möglichkeit für Feedbacks aus dem Kreis. Der Auftritt wird gespiegelt und die/der Darstellende erhält neue Perspektiven auf seine Geschichte.

Nächste Termine

Fr 12. Oktober
FINDET NICHT STATT

Anmeldung

Wir bitten euch bis spätestens am Vorabend zu- oder abzusagen, damit wir wissen, wer dabei ist.