Ich bin die Erde

Ich bin die Erde.
Ich mach’ die Truhe auf,
Ich nehm’ die Puppen raus
und mal’ Gesichter drauf.
Ich werde mir aus allen Schätzen
Le-ben-dig-keit zusammensetzen.
Ich bin zu Luft wie Luft zu mir,
Das Wasser weht wie übers Feuer
in die Herzen kleiner Männchen:
Weit, weit offen sind die Herzen…
Tief die Wurzeln, hoch die Stimmen.
Draussen werden wir den Wald besingen,
Drinnen bauen wir die neuen Seelen auf.
Wir spiele euch was vor für den Applaus –
mit Kerzen, Federn schmücken wir das Haus
und raus! In die weite Welt hinaus!
Da werden wir gebraucht.

Ich bin die Erde.
Und ich weiss wovon die Amsel heute spricht,
sie weist mit dem Gedicht
auf düstere Gedanken,
womit sich alte Seelen vor dem Tode tanken.
Sprich mit mir, Kalamitu, Kalamitu!
Du bist der Geist, der vieles wagt,
der einzige, der sagt
«Gebt auf Freunde,
Dunkelheit ist da
damit das Licht
den Platz bekommt.
Es ist nichts falsch
an dunklen Klängen,
nichts verkehrt
an traurigen Gesängen.
Füllet eure Herzen
mit Annahme, Toleranz
und tanzt mit mir
den Akzep-Tanz.»

Ich bin die Erde, was weiss ich.
Ich wünsche mir – für mich, für dich –
dass wir uns trauen die Distanzen sein zu lassen,
dass wir wagen uns noch öfter anzufassen.
Schliess mit mir den neuen Friedens-Pakt:
Ich stehe ein für mehr Kontakt,
Denn dafür bin ich da.
Ich bin die Erde.
Gib mir dein Ja.